Kurz gesagt: Wenn Sie Waren aus Japan an eine Adresse in Deutschland oder Österreich bestellen, tragen Sie im Warenkorb eine Nummer Ihres Unternehmens ein: die EORI-Nummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr., in Österreich UID-Nummer). Eine der beiden genügt, im Bestellvorgang sind sie gleichwertig, und ohne eine von ihnen kann die Bestellung nicht abgeschlossen werden. Verlangt wird die Nummer erst bei der Bestellung, nicht bei der Registrierung. Geht die Ware an einen Geschäftsstandort in Japan, fragt orosy keine solche Nummer ab. Die Angaben zum Bestellvorgang bei orosy haben wir am 14. Oktober 2026 geprüft.
Die Frage, die diesem Artikel den Titel gibt, kommt selten aus Interesse am Zollrecht. Sie kommt aus dem Warenkorb: Ein Händler hat ausgewählt, was er einkaufen möchte, kommt zum letzten Schritt und sieht ein Feld, das eine Nummer verlangt, die er vielleicht nie gebraucht hat oder deren Gültigkeit er nie nachgesehen hat. An dieser Stelle bleibt der Einkauf liegen – nicht wegen einer Entscheidung, sondern wegen einer fehlenden Angabe.
Über die EORI-Nummer gibt es ausführliche Darstellungen, und zwar von den Stellen, die es wirklich wissen: der Zollverwaltung und den Industrie- und Handelskammern. Was dort nicht steht, ist der praktische Teil für diesen einen Vorgang – welche der beiden Nummern für eine Bestellung aus Japan genügt, wo sie eingetragen wird, wann sie überhaupt verlangt wird und was passiert, wenn sie fehlt. Darum geht es hier.
Welche der beiden Nummern Sie brauchen
Für eine Lieferung in die EU erwartet die Bestellung bei orosy eine Nummer Ihres Unternehmens und akzeptiert dafür zwei Arten: die EORI-Nummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Eine der beiden genügt. Eine Rangfolge gibt es im Bestellvorgang nicht. Welche Sie eintragen, entscheidet damit nicht orosy, sondern die Frage, welche Nummer Ihr Unternehmen schon hat.
| Merkmal | EORI-Nummer | USt-IdNr. (in Österreich: UID-Nummer) |
|---|---|---|
| Auswahl unter „Customs ID type“ | „EORI number (EU)“ | „VAT number (EU)“ |
| Art der Nummer in der Schnittstelle | EU_EORI |
EU_VAT |
| Vergabe in Deutschland | Förmlich bei der Generalzolldirektion – Dienstort Dresden, Stammdatenmanagement; der Antrag läuft über das Zoll-Portal | Beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt), das sie Unternehmen zusätzlich zur Steuernummer erteilt |
| Gültigkeit nachsehen | Seite „Bestätigung der EORI-Nummer“ der Europäischen Kommission | MIAS (englisch VIES) der Europäischen Kommission |
| Für die Bestellung bei orosy | gleichwertig – eine von beiden genügt | gleichwertig – eine von beiden genügt |
Was die EORI-Nummer im Zollbereich ist, beschreibt die deutsche Zollverwaltung knapp: eine EU-weite Kennung, die die frühere deutsche Zollnummer ersetzt hat, „Voraussetzung für die Zollabwicklung in der Europäischen Union“ und in Zollanmeldungen „für die Identifizierung der Beteiligten anzugeben“. Dieselbe Seite nennt auch den Weg zur Nummer: Sie ist „förmlich bei der Generalzolldirektion – Dienstort Dresden – Stammdatenmanagement zu beantragen“, und der Antrag läuft über das Zoll-Portal.
Wir beschreiben diesen Weg hier bewusst nicht Schritt für Schritt. Die Vergabe ist Sache der Behörden, die Formulare und Portale ändern sich, und eine Anleitung von uns wäre immer einen Schritt hinter der Quelle. Was wir beitragen können, ist die Zuordnung: welche Stelle für welche Nummer zuständig ist, und was der Bestellvorgang von Ihnen verlangt.
Für Unternehmen in Österreich ändert sich am Bestellvorgang nichts. Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer heißt dort UID-Nummer und steht im Warenkorb unter „Customs ID type“ als „VAT number (EU)“ zur Auswahl. Vergabe und Zuständigkeit liegen allerdings bei den österreichischen Behörden und nicht bei der deutschen Zollverwaltung – die oben genannten Stellen gelten für Deutschland. Welche Stelle in Österreich für Ihren Fall zuständig ist, erfahren Sie dort.
Wo die Nummer abgefragt wird und was ohne sie passiert
Die Reihenfolge ist für die Planung wichtiger als die Nummer selbst, weil viele Händler sie zu früh erwarten und sich davon aufhalten lassen.
Bei der Registrierung nicht. Dort geben Sie E-Mail-Adresse und Passwort an, den Firmennamen, die URL der Website, über die Ihr Unternehmen verkauft, eine Beschreibung Ihrer Tätigkeit sowie zwei Länderfelder: den Geschäftsstandort Ihres Unternehmens und das Land, in das Sie überwiegend liefern lassen. Dazu kommt die Zustimmung zu Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung. Eine EORI-Nummer oder USt-IdNr. ist an dieser Stelle nicht vorgesehen, und auch die Unternehmensprüfung baut nicht darauf auf, sondern auf Ihrer Website.
Bei der Bestellung im Warenkorb. Für Lieferungen in die EU tragen Sie dort die EORI-Nummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer Ihres Unternehmens ein; dazu wählen Sie unter „Customs ID type“ die Art der Nummer – „EORI number (EU)“ oder „VAT number (EU)“ – und tragen sie in das Feld „Customs ID“ ein. Ohne eine der beiden Nummern kann die Bestellung nicht abgeschlossen werden. Eingetragen wird die Nummer bei der Lieferadresse der Bestellung und nicht im Konto – sie gehört zu der Adresse, an die die Ware geht.
Wenn Sie über die Schnittstelle bestellen, gilt dasselbe in der Form, in der Ihr Programm es sieht. Die Lieferadresse enthält dafür das Feld ship_to.tax_id mit zwei Angaben, einer Art und einem Wert; für die EU sind die zulässigen Arten EU_EORI und EU_VAT. Fehlt die Nummer bei einem Lieferland, das sie verlangt, antwortet die Schnittstelle mit dem Status 422 und dem Code TAX_ID_REQUIRED. Passt die Art nicht zum Lieferland oder stimmt das Format nicht, lautet der Code TAX_ID_INVALID. Leerzeichen und Bindestriche im Wert spielen keine Rolle, der Wert wird so gespeichert, wie Sie ihn eingeben. Wer eine Anbindung baut, sollte diese beiden Codes von Anfang an behandeln – sonst sieht man sie zum ersten Mal an dem Tag, an dem die erste echte Bestellung laufen soll.
Eine Abgrenzung gehört an diese Stelle, weil beides im Warenkorb nebeneinandersteht und leicht zusammengezogen wird: Die Nummer benennt den Importeur, sie regelt nicht, wer was zahlt. Einfuhrabgaben und die Zollabfertigung in Ihrem Land liegen in Ihrer Verantwortung und sind von unseren Preisen getrennt; nach Incoterms DAP ist der Käufer der Importeur. Wer dazu die Einzelheiten braucht, findet sie in Zoll und Einfuhrumsatzsteuer bei Waren aus Japan: Wer zahlt was?.
Die Gültigkeit der EORI-Nummer oder der USt-IdNr. prüfen, bevor es darauf ankommt
Eine Nummer zu haben und eine gültige Nummer zu haben, ist im Bestellvorgang derselbe Schritt, in der Praxis aber nicht dasselbe. Unternehmen werden umfirmiert, Registrierungen laufen aus, und in den Unterlagen steht manchmal eine Nummer, die aus einer früheren Gesellschaft stammt. Beide Nummern lassen sich bei der Europäischen Kommission nachsehen, und für beides genügt die Eingabe der Nummer.
Für die EORI-Nummer gibt es die Seite Bestätigung der EORI-Nummer: Sie geben die Nummer ein und drücken auf „Bestätigen“.
Für die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gibt es MIAS, englisch VIES. Dort „können Sie online nachprüfen, ob ein Unternehmen für grenzübergreifende Geschäfte innerhalb der EU registriert ist“, und bei einer gültigen Nummer werden die Registrierungsdaten angezeigt. Dieselbe Seite macht auf eine Grenze aufmerksam, die man kennen sollte, bevor man sich auf das Ergebnis verlässt: MIAS „ist eine Suchmaschine (keine Datenbank)“ und holt die Daten aus den nationalen Registern, sodass sehr frische Änderungen dort noch nicht zu sehen sein können.
Der praktische Rat dazu ist unspektakulär, spart aber einen vermeidbaren Umweg: Sehen Sie beides an dem Tag nach, an dem Sie sich registrieren, und nicht an dem Tag, an dem Sie bestellen wollen. Fehlt die Nummer ganz, liegt zwischen der Erkenntnis und der Bestellung eine Behörde – und wie lange das dauert, bestimmen nicht wir.
Wenn keine Nummer verlangt wird: Lieferung an eine Adresse in Japan
Nicht jede Bestellung bei orosy geht über eine EU-Grenze. Wenn Ihr Unternehmen in Japan eine Empfangsstelle hat – ein Partnerlager, ein Logistikunternehmen oder ein eigenes Büro –, können Sie diese Adresse weiter nutzen und den Weitertransport selbst organisieren. In diesem Fall fragt die Bestellung keine solche Nummer ab.
| Lieferadresse | Nummer bei der Bestellung | Was im Katalog zu sehen ist |
|---|---|---|
| Deutschland | EORI-Nummer oder USt-IdNr. erforderlich, eine von beiden | über 90.000 Produkte, in drei Kategorien |
| Österreich | dieselbe Anforderung wie für Deutschland | über 90.000 Produkte, dieselben Kategorien |
| Geschäftsstandort in Japan | keine solche Nummer abgefragt | der gesamte Katalog, rund 200.000 Produkte |
Geprüft am 14. Oktober 2026. Die drei Kategorien, die heute nach Deutschland und Österreich versendet werden können, sind Schreibwaren und Büro, Bekleidung für Erwachsene sowie Küche und Tisch. Welche Produkte heute nicht in die EU versendet werden, nennt der Artikel Zoll und Einfuhrumsatzsteuer bei Waren aus Japan: Wer zahlt was?. Wenn Sie Ihr Lieferland festlegen, zeigen Suche und Warenkorb nur die Produkte, die dorthin versendet werden können.
Zwei Dinge bleiben in beiden Fällen gleich. Die Lieferadresse muss ein Geschäftsstandort sein – Geschäft, Lager oder Büro. Und registrieren kann sich nur ein Unternehmen, das Waren zum Wiederverkauf einkauft, ob Kapitalgesellschaft oder Einzelunternehmen; eine Bestellung als Privatperson ist nicht vorgesehen.
Was Sie bereitlegen und wann es zählt
Die Liste ist kurz. Interessanter als ihr Inhalt ist die rechte Spalte, denn dort steht, was Sie am ersten Tag noch nicht brauchen.
| Was | Wann es zählt |
|---|---|
| Geschäftliche E-Mail-Adresse und die URL der Website, über die Ihr Unternehmen verkauft | Bei der Registrierung. Die URL ist Pflicht, weil die Unternehmensprüfung darauf aufbaut; ohne eigene Website genügt eine Shopseite auf einer Verkaufsplattform oder ein geschäftliches Social-Media-Konto |
| Geschäftsstandort und das Land, in das Sie überwiegend liefern lassen | Bei der Registrierung. Das zweite Feld ist die Vorbelegung für das Lieferland im Katalog und lässt sich oben in der Ansicht umstellen |
| EORI-Nummer oder USt-IdNr. | Erst bei der Bestellung, im Warenkorb. Eine von beiden genügt |
| Kreditkarte | Für Registrierung und Unternehmensprüfung nicht nötig. Für eine echte Bestellung im Livemodus muss eine Karte hinterlegt sein, im Testmodus nicht |
| Lieferadresse | Bei der Bestellung. Sie muss ein Geschäftsstandort sein: Geschäft, Lager oder Büro |
Zwischen Registrierung und erster Bestellung liegt die Unternehmensprüfung. Wenn die Domain Ihrer registrierten E-Mail-Adresse zu Ihrer Unternehmenswebsite passt oder die Adresse auf der Website steht, läuft sie automatisch, und die meisten Konten werden innerhalb von etwa 10 Minuten freigegeben. Andernfalls prüft ein Mitarbeiter Ihr Unternehmen, und Sie erhalten in der Regel innerhalb von 12 Stunden eine Antwort per E-Mail. Diese Wartezeit ist der richtige Moment, um die Nummer nachzusehen: Sie brauchen sie noch nicht, aber Sie wissen dann, ob Sie sie haben.
Wie lange so ein Anlauf insgesamt dauert, lässt sich an einem Fall ablesen, den wir aufgezeichnet haben: Ein Onlinehändler für Wohn- und Haushaltswaren aus Deutschland kam von der Registrierung bis zur aufgegebenen Bestellung in vier Tagen. Das ist ein einzelner Fall und keine zugesagte Bearbeitungszeit. Ob Sie dabei über die Oberfläche, über einen KI-Client oder über die Schnittstelle arbeiten, ändert an der Nummer nichts – die Anforderung hängt am Lieferland, nicht am Weg, und die drei Wege sind in Drei Wege, bei japanischen Lieferanten einzukaufen gegenübergestellt.
Die Einkaufsplattform von orosy bündelt mehrere japanische Lieferanten hinter einer Oberfläche und einem Warenkorb, von der Suche über die Bestellung bis zur Rechnung. Wer sie betreibt, steht im Impressum.
FAQ
Wer braucht für eine Bestellung bei orosy eine EORI-Nummer?
Niemand zwingend. Für eine Lieferung nach Deutschland oder Österreich verlangt der Warenkorb eine EORI-Nummer oder eine USt-IdNr.; eine von beiden genügt, und im Bestellvorgang sind sie gleichwertig. Ob Ihr Unternehmen darüber hinaus eine EORI-Nummer führen muss, richtet sich nach den Zollvorschriften und nicht nach orosy; das beantwortet die zuständige Zollverwaltung in Ihrem Land.
Wie kann ich prüfen, ob meine EORI-Nummer gültig ist?
Die Europäische Kommission stellt dafür die Seite „Bestätigung der EORI-Nummer“ bereit: Sie geben die Nummer ein und drücken auf „Bestätigen“. Für die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gibt es MIAS (englisch VIES), ebenfalls bei der Europäischen Kommission; dort können Sie online nachprüfen, ob ein Unternehmen für grenzübergreifende Geschäfte innerhalb der EU registriert ist. MIAS ist eine Suchmaschine und keine Datenbank – die Daten stammen aus den nationalen Registern und geben Änderungen nicht immer sofort wieder. Sehen Sie beides nach, bevor Sie die erste Bestellung aufgeben, und nicht erst im Warenkorb.
EORI-Nummer oder USt-IdNr. – welche der beiden soll ich eintragen?
Die, die Ihr Unternehmen hat. Für die Bestellung bei orosy sind beide gleichwertig, und es bringt keinen Vorteil, die eine statt der anderen zu nehmen. Haben Sie beide, dann nehmen Sie die Nummer, die Sie im Außenhandel ohnehin verwenden und deren Gültigkeit Sie nachgesehen haben. Wählen Sie im Warenkorb unter „Customs ID type“ die Art Ihrer Nummer – „EORI number (EU)“ oder „VAT number (EU)“ – und tragen Sie die Nummer anschließend in das Feld „Customs ID“ ein.
Ich bin in Österreich. Gilt meine UID-Nummer?
Ja. Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer heißt in Österreich UID-Nummer, und im Warenkorb wählen Sie dafür unter „Customs ID type“ den Eintrag „VAT number (EU)“ und tragen die Nummer in das Feld „Customs ID“ ein. Für eine Lieferadresse in Österreich gilt dieselbe Anforderung wie für Deutschland: eine EORI-Nummer oder eine USt-IdNr., eine von beiden genügt (geprüft am 14. Oktober 2026). Vergabe und Zuständigkeit liegen in Österreich bei den österreichischen Behörden und nicht bei der deutschen Zollverwaltung; welche Stelle für Ihren Fall zuständig ist, erfahren Sie dort.
Brauche ich eine Nummer, wenn die Ware an eine Adresse in Japan geht?
Nein. Geht die Lieferung an einen Geschäftsstandort in Japan – ein Partnerlager, ein Logistikunternehmen oder Ihr eigenes Büro –, fragt orosy bei der Bestellung keine solche Nummer ab (geprüft am 14. Oktober 2026). Die Lieferadresse muss auch in diesem Fall ein Geschäftsstandort sein: Geschäft, Lager oder Büro. Was sich dadurch am Katalog und an der Einfuhr ändert, behandelt der Artikel zu Zoll und Einfuhrumsatzsteuer.
Was bedeutet der Fehler TAX_ID_REQUIRED bei einer Bestellung über die API?
Er bedeutet, dass im Feld ship_to.tax_id keine Nummer übergeben wurde, obwohl das Lieferland eine verlangt. Für Lieferadressen in der EU antwortet die Schnittstelle dann mit dem Status 422 und dem Code TAX_ID_REQUIRED. Übergeben werden eine Art und ein Wert; zulässige Arten für die EU sind EU_EORI und EU_VAT. Passt die Art nicht zum Lieferland oder stimmt das Format nicht, lautet der Code TAX_ID_INVALID. Leerzeichen und Bindestriche im Wert spielen keine Rolle.